Seoul Kitchen

So gerne ich asiatisch in allen Geschmacksrichtungen esse, zu einem Koreaner hat es mich bisher noch nicht verschlagen. Dies galt es nachzuholen und so folgte ich der Empfehlung unseres Mitautoren Patrick und ging bei mir um die Ecke ins Seoul Kitchen in der Rykestr.

Seoul Kitchen

Ralativ kurz vor Ladenschluss (21:30) betreten wir das der wohl späten Stunde geschuldete leere Restaurant. Das Seoul Kitchen mit etwa 10 Tischen mittelmäßig groß, zurückhaltend modern in weiß eingerichtet und liebevoll dekoriert. Die Bedienung ist zuvorkommend, aber nie aufdringlich, lässt uns in Ruhe wählen. Wir entscheiden uns für die Spezialität des Restaurants — dem koreanischen Barbeque mit Rindfleisch.

Ein paar Minuten später kommt der mit Gas befeuerte Tischgrill, eine Platte mit gemischtem Kimchi, eine große Platte mit rohem gemischtem Gemüse und Glasnudeln, zwei Schalen Reis, zwei Schalen mit Salatblättern, Saucen und ein großer Berg mariniertes Rindfleisch.
Wir bekommen eine kurze Einweisung zur Benutzung des Grills und bekommen angeboten, die erste Runde vorgekocht zu bekommen.
Zuerst kommt das Fleisch auf den knallheißen Grill, dann kommt das Gemüse dazu und wird ein paar Minuten mitgeschmort und zu Schluss kommen die Glasnudeln hinzu. Fleisch, Gemüse und Reis werden in ein Salatblatt gewickelt und wandern in den Mund. Dazu snackt man etwas von dem hervorragenden Kimchi und legt die nächste Runde Fleisch und Gemüse auf den Grill. So sind wir fast 90 Minuten damit beschäftigt zu grillen, zu futtern, die Finger abzulecken und ganz begeistert vor uns hinzuseufzen.

Alle Zutaten sind frisch und knackig, das Fleisch überzeugt vor allem durch die hervorragende Marinade und das sehr gute Kimchi ist auf der etwas schärferen Seite, was ich persönlich sehr mag und angenehm geschmacklich heraus sticht.

Nachdem wir unsere Rechnung über €50,- für 2x BBQ und 2×2 Getränken beglichen, verließen wir zufrieden und mit vollen Bäuchen das Seoul Kitchen mit dem festen Ziel wieder zurück zu kehren und mindestens das Bi Bim Bap und die Nudelsuppen zu probieren.

Das Seoul Kitchen ist ein wirklich hübsches Restaurant mit sehr freundlicher Bedienung und hervorragendem Essen und üppigen Portionen. Der Preis von €18,- pro Nase für das BBQ ist angemessen, die Suppen und das Bi Bim Bap liegen bei knapp €10,-

Man findet das Seoul Kitchen in der Rykestr. 48 im Berlin Prenzlauer Berg und hier im Internet. (Die Preise sind mittlerweile etwas höher)

Next to KUCHI

Wer gerne Sushi isst, kommt in Berlin kaum an einer der Inkarnationen des KUCHI vorbei. Neben dem bekannten KUCHI in der Kantstr. 30 befindet sich das Next to KUCHI, bei dem man sich seine Reisröllchen mitnehmen kann.

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Ich nehme mir meistens den Maki Mix und etwas Kimchi mit. Das sind dann 24 gemischte Maki-Rollen und genügend Kimchi für zwei für nen guten Zehner. Das Sushi ist immer frisch, ist etwas gerade aus, wird es schnell zubereitet, man muss also nicht auf die gewohnte Restaurantqualität verzichten.

Next to KUCHI ist eine kostengünstige Alternative für prima Sushi, wenn es mal schnell gehen soll. Selbstverständlich gibt es aber auch (fast?) alles, was es auch nebenan gibt. Man muss also auch daheim auf nichts verzichten.
Das Leben ist einfach zu kurz für schlechtes Sushi.

Das Next to KUCHI findet man in der Kantstr. 30 in 10623 Berlin. Die Karte kann man hier einsehen, der Webauftritt der gesamten Restaurantgruppe ist dort zu finden.

Booze Bar

Nun bin ich ja regelmäßiger Bargänger und immer wieder auf der Suche nach neuen Trinkstädten, in denen man einen gut geschüttelten Drink zu sich nehmen kann.

In Friedrichshain sind solche Orte rar gesät bis nicht existent. Doch letztens las ich darüber, dass in der Boxhagener Str. 105 eine neue Bar eröffnet hat, in der man Gutes ins Glas bekommt. Die Booze Bar.

Vergangenen Samstag Abend bin ich dann also hin und testete den Laden einmal an. Ich erwartete eine kleinere Bar mit vielleicht 10 Tischen, denn so sehen Bars mit nem guten Keeper normalerweise aus. Aber der Laden ist riesig. Ein großer offener Raum mit einem Sitzbereich im vorderen, einer Lounge im hinteren Bereich und dem Tresen in der Mitte. Also an die Bar gesetzt, Haken sind schonmal da, nur wurden hier gleich zwei Kardinalssünden begangen. Zum einen ist der Tresen weiß und viel zu hoch. Sitze ich auf meinem Hocker, muss ich nach oben greifen, um mir etwas zu nehmen. Man kann sich nicht darauf stützen, nicht den Arm ablegen, gar nichts. Bequem sitzen ist also schonmal Fehlanzeige. Und weiße Tresen gehen halt gar nicht.

Also hingesetzt, die übersichtliche Karte, eine Handvoll Pistazien und ein kleines Glas Wasser bekommen. Der Barkeeper ist sehr freundlich, zuvorkommend und bemüht sich regelmäßig um unser Wohl. Ich bestellte den Cocktail, den ich immer als erstes in einer neuen Bar bestelle, meinen Liebling, den Old Fashioned. Obwohl das ein relativ einfacher Cocktail ist, gibt es viele verschiedene Zubereitungsmethoden und spiegelt so recht gut die Philosophie der Bar, die Wahl der Zutaten und das Können des Mixers wieder. Wir fragten, welchen Bourbon sie benutzen, fragten nach einer besseren Alternative und bekamen sie gegen einen Aufpreis von 50ct. Der Old Fashioned kam fachgerecht gerührt in einem vorgekühlten Glas auf einem hübsch zurechtgeschitzten Eiswürfel vor meine Nase. Vielleicht einen Tick auf der süßen Seite, war der Drink doch verdammt gut.

Über dem Schlürfen des schmackhaften Nasses, hatten wir etwas Zeit uns die Booze Bar genauer anzusehen und ein wenig mit unserem Barkeeper ins Gespräch zu kommen. Die Bar ist grundsätzlich ganz hübsch, nur fehlt die klare Linie. Die Wände sind entweder freier Backstein oder dunkelgrau gestrichen, was gut zusammen passt, aber es hängt furchtbare unpassende viel zu große Kunst an den Wänden. Dann passen die drei Aufenthaltsbereiche in der Bar nicht zusammen. Im Eingangsbereich ein einfachere Holztisch- und -stuhlbereich, in der Mitte die 80er angehauchte weißlackierte Bar und der spätneunziger Loungebereich. Und mittendrin steht ein Kickertisch. Gut gefällt mir die Backbar, die sehr übersichtlich mit Zutaten oberen Durchschnitts bestückt ist. Genau das richtige, für das was die Bar will. Viele Gäste in vielen Situationen versorgen, wahrscheinlich die meisten mit Bier, aber einige eben auch mit gut geschüttelten Cocktails, für den der will. In etwa so, als würde ich mir daheim einen Drink mixen. Kein fine drinking mit viel Brimborium, feinen Kräuterchen und exquisiten Bitters. Einfache sauber gemixte Drinks mit ordentlichen Zutaten und Liebe zum Detail. Passt.

Der zweite Drink, ein Gin Basil Smash, war genauso schmackhaft und erfrischend und während wir den schlürften ließen wir den Abend in der mittlerweile recht vollen Bar, in der nebenbei bemerkt hervorragende laute Musik lief, zu Ende gehen. Als Absacker tranken wir noch ne kleine Chartreuse und machten uns auf den Weg.

Fazit

Die Booze Bar ist eine nette Bar mit nicht zu ganz Ende gedachtem Konzept, in der man aber hervorragende Drinks bekommt und eine nette Zeit verbringen kann. Das ist sonst, wenn man Cocktails sucht, in Friedrichshain kaum möglich. Von daher bin ich froh auch dort eine gute Anlaufstelle zu haben.

Die Bar befindet sich in der Boxhagener Straße 105 in 10245 Berlin und ist mehr als einen Besuch wert.